Sekt, kaum ein Mensch in Europa hat ihn noch nicht getrunken, und sei es nur ein einziger Schluck an Neujahr zu Stunde “0” des neuen Jahres. Etwas frei übersetzt darf sich eigentlich alles Sekt nennen, was einmal Wein war und nun etwas sprudelt. Das mag jetzt so sehr vereinfacht ausgedrückt nicht ganz fachlich richtig sein. Ich möchte hier nur verdeutlichen das, wenn man einen Sekt trinkt, es Qualitäten von sehr hoch bis ganz unten gibt. Welcher Sekt zu ganz unten zählt, das darf jeder für sich entscheiden. Mir geht es hier um Qualitätsprodukte wie zum Beispiel Freixenet.

Hier kenne ich drei besondere Bezeichnungen. Die erste bei Sekt, die auch im Namen die Bezeichnung Sekt hat, ist Krimsekt. Ein Sekt der nur in der Krim hergestellt werden darf. Weiter Qualitätsmerkmale hierzu kenne ich nicht, gibt es aber bestimmt. Dann natürlich der bei vielen so beliebte Champagner. Ein Perlwein, also Sekt, welcher nur aus bestimmten Trauben in sehr hohen Qualitätsanforderungen und auch nur in der französischen Champagne hergestellt werden darf. Und als drittes der Cava. Cava ist die spanische Antwort auf den Champagner. Cava ist hier abgeleitet von Cave, was im katalanischen so viel wie Höhle oder auch Keller bedeutet. Also ein in tiefen Kellern oder Höhlen gereifter Sekt.

 

Auswahl der heute von Freixenet hergestellten Sekte bzw. Cavas

Und auch dieser Cava unterliegt den gleichen Anforderungen wie Champagner und wird aus den gleichen Rebsorten hergestellt. Und nur bei einem Cava darf auf der Unterseite des Korken ein Stern aufgedruckt sein. Achtet mal darauf wenn ihr die nächste Flasche Freixenet öffnet. Und damit wären wir auch endlich bei unserem heutigen Ausflugsziel. Etwas südlich von Barcelona.

 

Wer in der Reichweite von Sant Sadurní D’Anoia unterwegs ist sollte unbedingt einen Ausflug in eine der weltgrößten Sektkellereien einplanen. 

 

Ein Besuch bei Freixenet.

Von der Autobahn AP7 kommend kann man die Abfahrt Sant Sadurní  verfehlen. Bereits von der Autobahnabfahrt sieht man auf ein riesiges Areal herab sehen welches voll unterkellert ist. Dann einfach in Richtung Sant Sadurní fahren. Das Areal ist so groß das Ihr es nicht verfehlen könnt.

Besuchereingang zur Sektkellerei

Wenn Ihr angekommen seid, solltet Ihr zunächst einmal vorfahren zum Haupteingang. Dieser ist schon sehr sehenswert.

Nach einem angemessenen Betrag von 12€ sieht man in einem kleinen Kino einen 10 minütigen Einführungsfilm über die Entstehung, den Wiederanfang 1914, das Wachstum und dem Heutigen Ausmaß der Marke Freixenet.

 

Die “heiligen Keller”

 

Anschließend betritt man unter Führung die „heiligen Keller“.

Man bekommt hier, während man langsam durch die Keller aus den Jahren 19xx geht, Stück für Stück die Herstellung des „Cava“ erläutert.

Hier lagern auch noch einige Flaschen aus dem Gründungsjahr 1914. Noch ungeöffnet aber wohl nicht mehr wirklich genießbar. Auch aus anderen Jahrgängen gibt es noch große Flaschenlager. Nachdem die alten Keller zu Fuß erkundet wurden geht es dann per Bahn durch die neuen Keller zu den Abfüllanlagen.

 

Unglaubliche Dimensionen

Die Dimensionen sind hier nicht zu beschreiben. Und selbst nachdem man hier durchgefahren ist, immer noch irgendwie unvorstellbar.  Vielleicht hat schon der ein oder andere von Euch das Parkhaus vom Loop5 an der A5 bei Darmstadt gesehen. In etwa dieses 8 stöckige und mehrere hundert Meter lange Bauwerk, welches über 3000 PKW’s Platz bietet, 40Meter tief in Felsen eingegraben und anstelle von Autos bis unter die

Freixenet: Parkhauscharakter über 8 Etagen, bis zu 40 Meter tief in der Erde

Decken mit Paletten voll Sektflaschen zu gestapelt. Das trifft in etwa die Dimensionen. Gerne hätte ich nun hier ein Foto dieses Parkhauses eingefügt. Aber die Ausmaße lassen sich unter Tage einfach nicht Fotografieren.

Mehr als 180 Millionen Flaschen „Cava“ lagern in diesen Kellern. Ich habe mir, während ich diesen Beitrag verfasst habe, selbst eine davon gegönnt. Jetzt liegen dort nur noch 179.999.999 Flaschen „Cava“. Hoffe de Beitrag war jetzt nicht zu lange und ihr habt ihn bis hierher gelesen 😉

Ein Besuch dieser Sektkellerei lohnt sich immer! Es gibt Führungen in unterschiedlichen Sprachen, auch in deutscher Sprache. Öffnungszeiten und weitere Infos stehen auf den Internetseiten von Freixenet.es .

Gruß

Euer Horst Baumann

Über den Autor

Horst Baumann

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